Haere Mai - Willkommen in Neuseeland
Nach 18.000 Kilometern und mehr als 47 Stunden Flug -
inkl. einem 11 - stündigen Aufenthalt in Bangkok - habe
ich es endlich geschafft... Auckland!
Nach Ankunft am Flughafen übernehme ich den bereits in
Deutschland gemieteten Wagen und fahre in Richtung Coromandel-Halbinsel und
nach weiteren 3 Stunden Fahrt erreiche ich mein Ziel auf
der Halbinsel, Whitianga. Obwohl ich schon häufig in
anderen Ländern Urlaub gemacht habe, ist diese Reise die
erste außerhalb Europas und so nutze ich die kommenden 2
Tage, um mich von dem anstrengenden Flug zu erholen. Die
Halbinsel bietet herrliche weiße Sandstrände und einen
zum Teil undurchdringlichen Urwald . Von hier gehts weiter in das 290
Kilometer südlicher gelegene Rotorua.
Die Stadt liegt auf einem Vulkanplateau und überall in
dieser Gegend blubbert und zischt es aus dem Boden. Die
Umgebung bietet zahlreiche Möglichkeiten das
Thermalgebiet kennenzulernen. So stand bei mir das
Thermal Wonderworld mit dem Lady Knox Geysir , der auf Kommando
eine Wasserfontäne in die Höhe schießt und die wohl
bekannteste und größte Thermalzone, Whkarewarewa auf
dem Programm. Selbstverständlich durfte ein Bad in einem
der Polynesian Pools nicht fehlen. Wenngleich in diesem
Gebiet die Landschaft so aussieht, wie ich mir die Erde
vor Millionen von Jahren vorstellen würde, muß ich nach
zwei Tagen in Richtung East Cape
aufzubrechen . In Nachhinein habe ich mich etwas geärgert,
die Route über das Cape genommen zu haben, da die
Strecke zwischen Whakatane und Napier einsam und die
Weiterfahrt nach Wellington
nicht übermäßig interessant war. Auch konnte ich somit
nicht den Tongario Nation Park in meine Reise einbeziehen.
Insgesamt habe ich für diese Strecke 3 Tage benötigt
und legte eine Strecke von fast 900 Kilometern zurück.
In Wellington , der Hauptstadt Neuseelands, entscheide
ich, zum ersten Mal ein Backpacker-Hostel aufzusuchen und
gleich bei dem Ersten blieb ich für die kommenden 2 Nächte.
Ich war überrascht, wie schnell man in diesen Hostels
Leute kennenlernt, vor allem, wenn man die letzten Tage
allein im Zelt verbracht hat. Leider mußte ich ab jetzt
auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen, da ich
nur für die erste Zeit das Auto gemietet hatte. Die
Stadt am Südende der Nordinsel beeindruckt nicht nur
durch seinen Naturhafen, sondern auch durch seine
glitzernden, modernen Wolkenkratzer und die konstante
Brise, die durch die Straßen zieht.
Per Fähre verlasse ich die Nordinsel in Richtung Süden
mitten durch die Marlborough Sounds . Vorbei an unzähligen Inseln, Buchten
und Meeresarmen gelange ich nach Picton und von hier nach
Nelson, der wohl sonnigsten Stadt Neuseelands. Mit dem
Bus fahre ich entlang der Westküste bis zum Fox Glacier . Auf der
Strecke hält der Fahrer immer wieder an den für
Touristen interessanten "Viewpoints" an und man
bekommt so schon einen Einblick in die Einsamkeit und Schönheit
der Südinsel. Die rund 14.000 Jahre alten Eismassen des
Fox Gletschers gehören mit zu den eindrucksvollsten
Erlebnissen, die ich auf meiner Reise durch das Land
gemacht habe. Nur noch selten findet man Gletscher, die
in gemäßigte Waldzonen fast bis ans Meer vordringen.
Die Besteigung des 1200 Meter hohen Mount Fox bietet für
Kraxler einen atemberaubenden Überblick auf den
Gletscher und seine Umgebung. Nachdem ich noch weitere
Touren in der Gegend unternommen habe, zieht es mich das
in das südlicher gelegene Queenstown
. Der Ort ist zum Inbegriff für
Freizeitvergnügen geworden, und auch ich lasse mich von
dem "Fieber" anstecken. Nach einer ganztägigen
Raftingtour auf dem Shotover River mußte ich auch
das Ultimative versuchen: bungee jumping bei A.J. Hacket . Es soll Menschen
geben, die nur wegen des Sprungs nach Neuseeland kommen!
Wer schon so weit gekommen ist, sollte auf jeden Fall
einen der hier beginnenden mehrtägigen Tracks laufen.
Ich habe mich für den Routeburn
entschieden. Wie andere auch trägt er den Titel "One
of the Finest Tracks in the World". Und so laufe ich
bei strahlendem Sonnenschein 4 Tage lang ca. 39 Kilometer
durch die atemberaubende, einsame Natur Neuseelands . Diese Tage weit
ab der Zivilisation werde ich wohl mein ganzes Leben
nicht vergessen ... einfach phantastisch! Der am Ende des
Trails gelegene Milford Sound eignete sich gut zum
Ausruhen, bevor es via Te Anau nach Invercargill geht. Von
der Südspitze aus erreiche ich nach 4 Tagen die größte
Stadt der Südinsel - Christchurch.
Zwischendurch komme ich an einigen Stränden vorbei, bei
denen ich Delphine, Pinguine und weitere Meerestiere
beobachten kann. Die Stadt Dunedin
und die Moeraki Boulders (riesige Steinkugeln am Strand) lagen ebenfalls
auf dem Weg nach Norden. Aufgrund der Tatsache, daß ich
meinen Rückflug von Auckland gebucht hatte, mußte ich
per Flieger zurück zur Nordinsel. Insgesamt habe ich 3
Tage für die Besichtigung der beiden Großstädte.
Vielleicht etwas zu kurz, aber dafür konnte ich einen
Großteil meiner Zeit in der Natur verbringen. Alles in
allem ... ein Land, das es sich trotz der großen
Entfernung auf jeden Fall zu besuchen lohnt...
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